Etwas für den Anfang / Something to start with:

"Woody Style" Verstärker mit Fender® "Deluxe®" 5E3 Schaltung


Hier ein paar Bilder von meinem neuesten Bauprojekt. Die Schaltung ist die eines Fender® Tweed Deluxe® 5E3. Das ist z.B. der Verstärker, den Neil Young auf "Weld" spielt. Das von mir benutzte Chassis war einmal eine Abdeckung für das Gehäuse eines Antennenverstärkers - Danke Stefan! Der Vorteil der Schaltung ist, das sich die Endröhren über den gemeinsamen Kathodenwiderstand selbst einstellen, sodass ein Abgleich der Steuergittervorspannung nicht erforderlich ist. Ausserdem ist der Deluxe nicht so leistungsstark, und kommt somit mit geringeren Spannungen und kleineren (...und billigeren) Trafosaus. Insofern ist der Deluxe® prima dafür geeignet, in die Materie "Röhrenverstärkerbau" einzusteigen.

Für den Aufbau gilt generell das, was ich zu meinem Bassman geschrieben habe. Deshalb widerhole ich mich auch nur bei dem Warnhinweis, dass auch dieser kleine Amp mit Spannungen arbeitet, die eine Gefahr für Leib und Leben darstellen. Man sollte sich nur mit der notwendigen Sachkenntniss an so eine Baustelle heranwagen!

Loecher und Durchbrueche
Löcher...

Teile
Sockel, Trafos, Potis...

(Pause beim...) Bestücken des Chassis
Ganz wichtig: Oben Rechts...

Lötleiste von oben...
Lötleiste, Bestückungsseite...

...und von unten
...und von unten

Vor der Verdrahtung
Vor der Verdrahtung

Chassis bestückt
Alle Teile sind eingebaut

Verdrahtung fertig
Verdrahtung

Fertig
Fertig!

Die Dioden des Netzteils sind mit auf der Lötleiste untergebracht. Die Gleichrichterröhre wird "simuliert" durch einen 150 Ohm / 9 Watt Widerstand (...im Bild "Verdrahtung" rechts neben der Lötleiste). Damit der Verstärker "atmet", sollten die Elkos nicht größer als angegeben gewählt werden. Die Widerstände der Siebkette sind direkt an die Anschlüsse der Becherelkos angelötet.

Netztrafo und Übertrager stammen von Fa. Welter (Ü1 / N1). Dort sind auch die Hochvolt Elkos, Röhrensockel und Röhren erhältlich. Die Widerstände sind -mit Ausnahme der Lastwiderstände- 2W Metallfilm Typen (...nein, keine Kohleschicht). Folienkondensatoren sind WIMA® MKS (...nein, keine Orange Drops). Zum Verdrahten habe ich 0.75er Litze benutzt. Der Querschnitt ist eigentlich nur für die Heizung und die Netzzuführung erforderlich. Wichtig sind hier aber Isolation und mechanische Belastbarkeit. Hinsichtlich der späteren Fehlersuche ist es sicher vorteilhaft, wenn man für Masse, Gitter, Annoden, usw. Leitungen unterschiedlicher Farbe benutzt. Die Lötleiste sollte vorzugsweise eine mit genieteten Kontakten sein. Meine habe ich bei Conrad gekauft.

Für die jeweils zwei Eingänge pro Kanal des Originals war leider kein Platz - deshalb nur eine Buchse pro Input.

Um Brummschleifen zu vermeiden, sind alle Masseverbindungen an der Lötleiste zusammengeführt und von der Kathodenkombination der ersten Stufe an das Gehäuse gelegt. Die Elkos sind mit Isolierscheiben vom Chassis isoliert, um hier keine zweite Verbindung zur Gehäusemasse zu schaffen. Man sollte auch vermeiden, z.B. Kondensatoren der Klangregelung masseseitig einfach auf den Potideckel aufzulöten. Das Poti links neben der ersten Vorstufenröhre dient der Symmetrierung der Heizspannung. Es hat 100 Ohm, hängt zwischen den Heizleitungen mit dem Schleifer an Masse, und wird auf minimales Brummen abgeglichen.

Verdrahtung der Lötleiste
Sicht auf die Unterseite der Lötleiste

Das letzte Bild zeigt, wie man die Lötleiste verdrahtet: Möglichst keine Kreuzungen, die Anschlüsse immer schön zu der Seite, wo später die Sockel etc. sind, Masseleitungen zusammenfassen, usw. Den Schaltplan gibt es an vielen Stellen im Netz oder z.B. im Groove Tubes® "Tube Amp Book".

Das Gehäuse dazu stelle ich mir so vor, wie bei den alten Fender® "Woodies". Wenn ich soweit bin, gibt es hier die nächsten Bilder!

Oktober 2006: Inzwischen habe ich mich aufgerafft und ein Gehäuse gebaut.

Amp von vorne...
Der "Mischling" ist fertig

Amp von hinten
Die Rückseite

Im Studio
Im Studio mit dem Kleinen...
Foto: B.Zabel

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Sound:

Es hat etwas gedauert... - hier jetzt ein paar Klangeindrücke, entstanden im Lauf einer Session bei Benno Zabel. Benno spielt Schlagzeug und hat die Aufnahme und Mischung gemacht. Vielen Dank!

  1. Lo-Fi Soundbeispiel für schmalbandige Surfer
  2. Hi-Fi Langversion direkt bei Benno
...beim
        Auftritt in der Kieler Räucherei
Live auf der Bühne (...Video bei Myspace)

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